Es ist noch lange nicht vorbei – aber das große Aufräumen beginnt

18738430_452877915045989_4384272007067616021_o Es bleibt schwer, verlässliche Nachrichten aus Matara zu erhalten, konkrete Fotos gibt es gar nicht, aber ab und zu klappt es, und diese Botschaften sollen hier auch bekannt gemacht werden und uns Einsicht in die schwierige Situation geben. (Die gezeigten Fotos sind aus  Zufallsveröffentlichungen und dürften der beschriebenen Situation ähneln.) Ein Lehrer, dessen Botschaft wir gestern schon veröffentlicht haben, kommt erneut zu Wort (Übersetzung aus dem Englischen) und macht deutlich, dass noch ein langer Weg vor der Normalität liegt.

18738507_10155367391408934_7185155474295406563_o „Heute war es mir möglich, Kontakt mit dem Hauptmönch der Manthinda Tempelschule per Telefon zu bekommen. Er sagte mir, dass er zurzeit Informationen zu 46 Schülerfamilien habe, und dass er und seine Mitbrüder Orte besuchen, wo diese Familien vorübergehend leben können. Es gibt noch mehr, die woanders unterkamen, die aber schwer zu erreichen sind.

Seit kurzer Zeit haben wir zeitweise wieder Strom. Das ist eine richtige Erleichterung. An Gemüse ist in unserer Gegend nicht ranzukommen. Andere Lebensmittel gibt es in ein paar Geschäften, die sich wieder ein wenig organisiert haben. 18768641_10155367390693934_6143128236680795080_o Wir kommen irgendwie zurecht. Im Haus meiner zweitjüngsten Schwester können wir jetzt anfangen, aufzuräumen und sauberzumachen. Meine drittjüngste Schwester kann nicht in ihr Haus, weil das Wasser noch über einen Meter darin steht. Natürlich helfe ich ihnen allen so gut es geht. Das ist nicht einfach. Gestank und verschmutztes Wasser überall. Da ist das Risiko, dass wir uns Keimen, also Krankheitserregern, aussetzen. Aber das müssen wir ertragen trotz all der Schwierigkeiten.

Hier sind Familien um uns herum, die ihre Liebsten verloren haben. Ein Vater musste zwei seiner Söhne begraben, andere Kinder konnten noch nicht gefunden werden. Wegen eines Erdrutsches war sein ganzes Haus fast verschüttet. Das ist wirklich schockierend. Eine ganze Reihe von Kindern sind gestorben. Es ist immer noch schwierig, die genaue Zahl zu ermitteln.“

Die ersten Spenden wurden bereits auf das Konto des Freundeskreises überwiesen, aber wir hoffen, dass es noch mehr werden.

Herzlichen Dank!